No 294 november 20

Info Patronale

No 294 november 20

Am 25. November werden wir zum letzten Mal in diesem Jahr zur Urne gebeten. Dabei kommt auch die Volksinitiative « Schweizer Recht statt fremde Richter » die sog. Selbstbestimmungsinitiative vors Volk. Eine Initiative, die einmal mehr das Erfolgsmodell Schweiz aufs Spiel setzt. Auf den ersten Blick lassen Begriffe wie « fremde Richter » oder « Selbstbestimmung » aufhorchen. Doch wenn man etwas genauer hinschaut bzw. sich mit der Vorlage auseinandersetzt, wird man sich sehr schnell der Gefahr dieser Vorlage bewusst. Die Initiative blendet aus, dass unsere Wirtschaft aufgrund unseres kleinen Binnenmarktes auf den Export zwingend angewiesen ist. Die Initiative fordert nämlich, dass wenn eine angenommene Volksinitiative einem abgeschlossenen internationalen Vertrag widerspricht, dieser neu verhandelt oder
gekündigt werden müsste. Über 600 wirtschaftsrelevante Verträge und Übereinkommen wären in Frage gestellt. Die Initiative gefährdet damit die Stabilität und die Rechtssicherheit der Schweiz, was unseren Wirtschaftsstandort schwächen würde. Aus diesem Grund ist am 25. November ein beherztes NEIN in die Urne zu legen.

Weitergehende Erläuterungen zu den verschiedenen Abstimmungsvorlagen können Sie der vorliegenden Ausgabe der Info patronale entnehmen. 

Genauso wie der Versicherungsmissbrauch (vgl. die Abstimmungsvorlage « Änderung des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ») ist auch die Schwarzarbeit zu bekämpfen. Bereits seit mehreren Monaten verhandelt die Vereinigung CartePro mit der Gewerkschaft UNIA um eine entsprechende Vereinbarung zur Anerkennung des Berufsausweises CartePro. Gleichzeitig hat der Freiburger Arbeitgeberverband zusammen mit der Fédération Patronale et Economique (FPE) und den Freiburger Sozialpartnern eine kantonale  Vorgehensweise für die CartePro ausgearbeitet. Doch nun teilt uns die Gewerkschaft UNIA mit, dass sie das Projekt ISAB (Informationssystem Schweiz Allianz Bau) unterstützt und die Vereinbarung mit CartePro nicht unterzeichnen will. Dabei ist zu beachten, dass das Projekt ISAB wie es der Name sagt, ein Informationssystem ist, das Auskunft über geltende Gesamtarbeitsverträge gibt und gemäss den Aussagen der Gewerkschaften kein Mittel zur Bekämpfung der Schwarzarbeit darstellt. Im Zusammenhang mit dem Entscheid die CartePro nicht unterstützen zu wollen, stellt sich die Frage, wie die Gewerkschaften namentlich UNIA die Schwarzarbeit bekämpfen will...? Das Verhalten, das UNIA an den Tag legt, kann zumindest als befremdend und widersprüchlich qualifiziert werden. Wie auch immer, wir halten an der CartePro fest und stellen der lokalen Wirtschaft und dem Staat ein funktionierendes Instrument zur Bekämpfung der Schwarzarbeit zur Verfügung.

Und zum Schluss noch etwas Erfreuliches : An den Schweizer Berufsmeisterschaften MetalSkills 2018 in Freiburg und den SwissSkills 2018 in Bern holte die Freiburger Delegation insgesamt 10 Medaillen, davon vier Goldene (vgl. S. 9 –15). Wir gratulieren ganz herzlich zu diesem hervorragenden Ergebnis und drücken der Freiburger Schweizermeisterin und den Schweizermeistern schon jetzt die Daumen für die WorldSkills 2019, den Berufsweltmeisterschaften in Kazan (Russland).

Nun wünsche ich Ihnen einen schönen Herbst und ein gemütliches Ausklingen des Jahres 2018.

Reto Julmy, Direktor

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  • 12 Nov 2018
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