no 290 märz 2018

Info Patronale

no 290 märz 2018

Am 5. März wurde das Schweizer Stimmvolk zum ersten Mal in diesem Jahr an die Urnen gerufen. Nebst den beiden eidgenössischen Vorlagen standen im Kanton Freiburg zwei kantonale Vorlagen und eine Ersatzwahl für den Staatsrat auf dem Programm.

Mit 71,6% hat sich das Schweizer Stimmvolk deutlich gegen die «No Billag»-Initiative ausgesprochen. Im Kanton Freiburg wurde die Vorlage gar mit über 77% der Stimmen verworfen. Dieses klare Votum ist aber kein Freipass für die SRG, so weiterzumachen wie bisher. Ganz im Gegenteil, bereits im Abstimmungskampf wurde darauf hingewiesen, dass die SRG über die Bücher gehen und dringend restrukturiert werden müsse. Diese Forderungen zeigten Wirkung, denn bereits am Abstimmungsabend hat die SRG mit der Ankündigung von Sparmassnahmen in der Höhe von CHF 100 Mio. überrascht. Gefordert ist nun die Politik. Es ist nämlich höchste Zeit, dass der Service public, den die SRG zu erbringen hat, und der entsprechende Kostenrahmen von der Politik festgelegt wird. Weit geringer intensiv und kontrovers wurde über die zweite eidgenössische Vorlage diskutiert : die neue Finanzordnung (NFR). Der Bundesbeschluss war im Grundsatz unbestritten und wurde von allen Seiten und Parteien unterstützt. So ist dann die hohe Zustimmung von rund 82% keine eigentliche Überraschung.

Auf Kantonsebene wurde dem Freiburger Stimmvolk ein Verpflichtungskredit in der Höhe von CHF 39,5 Mio. für die Sanierung und den Ausbau des Kollegiums Heilig Kreuz unterbreitet. Die hohe Zustimmung von 80% ist höchst erfreulich und verdeutlicht ein weiteres Mal die Gunst der Freiburger gegenüber dem Ausbildungsbereich.

Überrascht hat hingegen das Abstimmungsresultat zur Verfassungsinitiative « Transparenz bei der Finanzierung der Politik », die mit einer Zweidrittelmehrheit angenommen wurde. Wie diese Initiative konkret umgesetzt werden soll, wird der Grosse Rat zu entscheiden haben. Man darf gespannt sein. Zu guter Letzt galt es am 5. März auch die Nachfolge von Staatsrätin Marie Garnier zu bestimmen. Erfreulich war die Tatsache, dass Didier Castella (FDP) mit 26,5% der Stimmen das beste Resultat verzeichnen konnte. Wie es bei sieben Kandidatinnen und Kandidaten aber nicht anders zu erwarten war, wird erst ein zweiter Wahlgang am 25. März die Entscheidung bringen. Zur Wahl werden nebst Didier Castella die Kandidatin der SP, Valérie Piller Carrard, stehen.

Es ist zu hoffen, dass der Wahlkampf nicht auf die Herkunfts- und die Geschlechterfrage reduziert wird, sondern die politischen Fragen im Vordergrund stehen werden und die FDP die Gunst der Stunde nutzen kann.

Zum Schluss möchte ich auf eine gelungene Premiere hinweisen. Vom 29. Januar bis zum 8. Februar fanden in acht französischsprachigen Orientierungsschulen im Kanton Freiburg die START ! Job Datings statt. Diese Treffen hatten zum Ziel, Ausbildungsbetriebe und OS-Schüler, die auf der Suche nach ihrer beruflichen Zukunft sind, zusammenzubringen. An dieser ersten Ausgabe nahmen 54 Unternehmen und 440 Schüler teil. Dabei wurden über 560 Gespräche geführt. Ein erfreulicher Einstand. Eine bildliche Übersicht dieser Treffen finden Sie auf den nachfolgenden Seiten. Übrigens, Anfang Oktober werden die START ! Job Datings in den deutschsprachigen OS durchgeführt.

Nun wünsche ich Ihnen eine abwechslungsreiche und bereichernde Lektüre.

Reto Julmy, Direktor UPCF

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  • 27 Mär 2018
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Der Freiburger Arbeitgeberverband (UPCF) verwaltet zurzeit 60 Berufsverbände, 16 Sekretariate für überbetriebliche Kurse, verschiedene Lehraufsichtskommissionen und ist in 7 paritätischen Kommissionen vertreten. Ausserdem sind die Verbandssekretäre in der Lage, Fragen in Bezug auf das Arbeitsrecht, die Wirtschaft und soziale Aspekte zu beantworten.

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