Schweizer Stellenmarkt legt Anfang 2019 um 7% zu

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Schweizer Stellenmarkt legt Anfang 2019 um 7% zu

Schweizer Unternehmen schreiben im ersten Quartal 2019 knapp 7% mehr Stellen aus als noch im Vorjahr. 

Dies zeigt die wissenschaftlich fundierte Erhebung des Adecco Group Swiss Job Market Index des Stellenmarkt-Monitors der Universität Zürich. Alle Regionen legen im Vergleich zum Vorjahr zu, besonders stark die Ostschweiz. Die meisten Berufsgruppen tragen zu diesem Aufschwung bei, nur wenige verharren auf Vorjahresniveau.

Der Adecco Group Swiss Job Market Index nimmt im Frühjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7% zu, bleibt im Vergleich zum Vorquartal jedoch stabil. «Eine Betrachtung der aktuellsten Entwicklungen zeigt eine weitgehende Stagnation in fast allen Berufsgruppen im Vergleich zum Vorquartal. Es bleibt abzuwarten, wie sich die nächsten Quartale dieses Jahr entwickeln, um abschätzen zu können, ob sich die gedämpften Konjunkturprognosen im Stellenmarkt abbilden», kommentiert Nicole Burth, CEO der Adecco Gruppe Schweiz.

An erster Stelle: Berufe des Unterrichts und der öffentlichen Dienstleistungen mit stärkstem Wachstum

Die Zahl der Stellenausschreibungen aller Berufsgruppen nahm im ersten Quartal 2019 gegenüber dem Frühjahr 2018 zu oder blieb vergleichbar hoch. Wie schon im letzten Quartal zeigen sich deutlich positive Veränderungen in den Berufen des Unterrichts und der öffentlichen Dienstleistungen. Diese Berufsgruppe verzeichnet aktuell ein Plus von 19% im Vergleich zum Frühling des Vorjahres. Beispielsweise werden vermehrt Lehrpersonen und Personen im Erziehungsbereich gesucht; aber auch in den Berufen des Rechts und der Sicherheit werden mehr Stellen ausgeschrieben. «Wir gehen davon aus, dass durch die gestiegene Anzahl schulpflichtiger Kinder mehr Lehrpersonen eingestellt werden müssen, aber auch im vorschulischen und nachobligatorischen Bereich beobachten wir aktuell eine Zunahme der Stellenausschreibungen», fügt Anna von Ow vom Stellenmarkt-Monitor Schweiz an. Auch nahmen im Vergleich zum Frühjahr des letzten Jahres Stellenausschreibungen zu, in denen die Unternehmen nach Berufsleuten aus Management und Organisation suchen (+16%; z.B. mittleres Kader wie Bereichs-, Projektleitende). Zudem ist die Nachfrage nach Informatikfachleuten weiter gestiegen (+13%; z.B. Programmierer/Innen).

Verhalten positive Entwicklungen lassen sich im Frühjahr 2019 mit einem Anstieg von 5 bis 7% im Vergleich zum entsprechenden Quartal im Vorjahr in den folgenden Berufsgruppen beobachten: Berufe von Bau und Ausbau sowie von Technik und Naturwissenschaften (z.B. Ingenieur- und Technikberufe), Berufe der Gesundheit (z.B. Apotheker/Innen, Physiotherapeut/Innen, Hebammen oder Zahnärzte/Innen), aber auch in den Berufen des Gastgewerbes und der persönlichen Dienstleistungen, wozu beispielsweise Service-, Empfangs- und Küchenpersonal sowie Berufe der öffentlichen Hygiene, der Reinigung sowie sonstiger Dienstleistungen gehören.

Schweizer Stellenmarkt: längerfristig Rückgang im administrativen Bereich, Stagnation auf kürzere Sicht

Kaum verändert haben sich auch die Berufe von Industrie und Transport (z.B. Berufe des Maschinenbaus, des Schienen- oder motorisierten Verkehrs) sowie Handel und Verkauf mit einem leichten Plus von 4 beziehungsweise 3%, ebenso wie die Berufe von Büro und Verwaltung (z.B. kaufmännische und administrative Berufe) sowie von Finanz und Treuhand, mit einem leichten Minus von je 3%. «Eine Betrachtung der längerfristigen Entwicklung der Anzahl Stellen in den Berufen von Büro und Verwaltung zeigt einen Rückgang in den vergangenen zwei Jahren. Dies passt zu unserer im Fachkräftemangel Index 2018 beobachteten Tendenz, in der ein Fachkräfteüberangebot bei kaufmännischen und administrativen Berufen zu beobachten ist. Administrative sowie repetitive Berufe werden zunehmend automatisiert.
Spezialisierungen sowie Um- und Weiterbildungen, vor allem auch in digitalen Bereichen, werden in dieser Berufsgruppe immer wichtiger», führt Nicole Burth, CEO der Adecco Gruppe Schweiz, aus. Ebenso nimmt die Zahl der Stellenausschreibungen im Bereich von Finanz und Treuhand seit einiger Zeit ab, wobei hiervon mit Ausnahme einer leichten Baisse im Jahr 2016 weniger das Treuhandwesen als vielmehr die kaufmännischen und administrativen Tätigkeiten sowie Berufe von Banken und Versicherungen betroffen waren. Dies zeigt sich ebenfalls im Fachkräftemangel Index 2018, wo das Treuhandwesen einen klaren Fachkräftemangel aufweist, während administrative Berufe eher von Fachkräfteüberangebot betroffen sind.

Ostschweiz auf Platz 1: stärkster Aufschwung mit +19%

Wie der Adecco Group Swiss Job Market Index für die Regionen zeigt, verzeichnet die Ostschweiz mit einem Plus von 19% die stärkste Zunahme in der Anzahl Stelleninserate. Damit setzt sich eine seit 2016 positive Entwicklung in dieser Region fort. Im Vergleich zum Frühjahr 2018 hat insbesondere die Zahl der Vakanzen in den Berufen der Technik und Informatik zugenommen (+31%), vor allem in den Ingenieur- und Technikberufen. Aber auch in den Berufsgruppen der Unternehmensdienstleistungen (+17%) wie beispielsweise Treuhandberufe, leitende Angestellte und Unternehmer/Innen ist die Nachfrage gestiegen. Ebenso mehr Personal wird in den persönlichen und sozialen Dienstleistungen (+15%) gesucht. Zu dieser Berufsgruppe gehören beispielsweise Berufe des Gastgewerbes und der persönlichen Dienstleistungen, der Gesundheit sowie der Bildung und Erziehung.

Ebenfalls etwas zulegen konnte, wenn auch weniger stark, der Espace Mittelland mit einem Plus von 10%, wobei die Nachfrage in dieser Region insbesondere in den Berufen der Unternehmensdienstleistungen (z.B. Unternehmer/Innen), sowie in den Technik- und Informatikberufen (z.B. Programmierer/Innen) zugenommen hat.

In den anderen Regionen beträgt die Zunahme weniger als 10% im Jahresvergleich. Im Quartalsvergleich können in allen Regionen lediglich kleinere Veränderungen beobachtet werden, was auf eine Stagnation des Stellenmarktes hindeutet.

Link zu den Grafiken

Quelle: The Adecco Group / 08.04.2019

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  • 6 Mai 2019

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Die Arbeitgeberkammer ist das politische Organ des Freiburger Arbeitgeberverbandes. Als Sprecher der Mitglieds-KMU fällt sie die Entscheide für die Abstimmungsparolen und weitere politische Entscheide. Die Interessenverteidigung der KMU ist eines der Hauptanliegen der Arbeitgeberkammer und sie unterstützt die zur Wahl stehenden Kandidaten, welche sich für deren Anliegen und Bedürfnisse einsetzen. 

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