Nr 273 Januar 2016

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Nr 273 Januar 2016

Abstimmung am kommenden 28. Februar

In wenigen Wochen sind wir erneut aufgerufen, uns zu vier Abstimmungsthemen zu äussern. Die Arbeitgeberkammer hat diesbezüglich getagt um zu erörtern, welche Konsequenzen ein Ja oder Nein auf unsere Wirtschaft hat. Hier die Schlussfolgerungen

JA zum Bau einer zweiten Strassentunnel-Röhre am Gotthard: Der bestehende Strassentunnel muss saniert werden, da er den geltenden Normen nicht mehr entspricht. Der Bau einer zweiten Röhre ist die einzige wirtschaftliche, soziale und ökologisch vertretbare Lösung für den Erhalt der Haupthandelsroute der Schweiz. Der Vorschlag der Gegner, den Tunnel zu schliessen und den Verkehr auf die Schiene zu verladen, birgt nicht den leisesten Vorteil. Die Tessiner wären über Jahre vom Rest der Schweiz abgeschnitten, die alleinige Sanierung der bestehenden Röhre verhindert eine Verbesserung des Sicherheitsaspekts, da das Problem des Gegenverkehrs ungelöst bleibt und die kurzlebigen Verladeinfrastrukturen sind genauso teuer. Die katastrophale ökologische Bilanz von solchen Installationen sei hier nicht näher angesprochen. Weitere Informationen dazu finden Sie auf Seite 5.   

 

NEIN zur Initiative „Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln!“: Diese Initiative, die ein Investitionsverbot für Finanzinstrumente im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Rohstoffen und Nahrungsmittel fordert, wurde sowohl vom Bundesrat wie auch vom Parlament abgelehnt. Da der Einfluss der Spekulation auf den Preis unter 10% liegt, hat sie keine direkte Auswirkung. Es ist illusorisch zu glauben, dass mit der Initiative der  Hunger in der Welt bekämpft werden kann, denn die tatsächlichen Einflussfaktoren in den Herstellungsländern: bewaffnete Konflikte, ungünstige Wetterverhältnisse, ungenügende Lagerkapazitäten, schleckte Verteilung oder gar Korruption liegen weit ausserhalb des Einflussbereichs dieser Initiative. Sollte sie angenommen werden, würde die Schweiz einen wichtigen Wirtschaftszweig verlieren, der höchstwahrscheinlich ins Ausland abwandern wird. Im Klartext; wir verschlechtern unsere Wirtschaftslage ohne dass dies am Grundübel etwas ändern würde.

Demgegenüber hat die Arbeitgeberkammer zu den Themen „Für Ehe und Familie – gegen die Heiratsstrafe“ und „Für die Ausschaffung krimineller Ausländer (Ausschaffungsinitiative)“ keine Stellung genommen, da sie der Ansicht ist, dass diese Gegenstände weniger auf wirtschaftlichen als auf persönlichen Meinungen oder Überzeugungen beruhen.

Jacques Morand, Präsident der Freiburger Arbeitgeberkammer

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  • 01 Jan 2016
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