Nr 280 Oktober 2016

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Ein Wahlresultat der Vernunft

Am 25. September durfte mit Genugtuung festgestellt werden, dass das Wahlresultat der drei Vorlagen durch Vernunft geprägt war und den Empfehlungen der Arbeitgeberkammer entsprach.
Trotz lauten Trommelwirbeln und hehren Versprechen für eine finanziell bessere Zukunft für bedürftige Rentner hat es der schweizerische Gewerkschaftsbund nicht geschafft, seine Initiative AHVplus durchzubringen; sie wurde von 59,4% (FR 57,2%) abgelehnt. Massgeblich verantwortlich dafür waren einerseits die ungelöste Finanzierung der Mehrkosten einer sich bereits in Schieflage befindenden AHV. Anderseits hätten jene Bevölkerungsgruppen Einbussen hinnehmen müssen, die von der Initiative hätten profitieren sollen.
Die Initiative für eine grüne Wirtschaft wurde von 63,6% (FR 62,2%) abgelehnt. Der Grund dafür ist, dass sowohl unsere Wirtschaft wie auch die Privaten mit ökologischen Themen vertraut sind, diese ernst nehmen und seit mehreren Jahren den «grünen Weg» begehen – man denke nur an unser gut organisiertes Recyclingsystem. Niemand ist jedoch bereit, die einschneidenden Konsequenzen, die diese Initiative auf die Konkurrenzfähigkeit unserer Wirtschaft gehabt hätte, hinzunehmen. Die Ablehnung bedeutet aber nicht, dass nichts mehr unternommen werden soll. Ganz im Gegenteil, jedoch in vernünftiger und ausgewogener Weise.
Das Bundesgesetz über den Nachrichtendienst wurde mit 65,5% (FR 67,2%) angenommen. Sicherheit ist das oberste Gebot für unsere Gesellschaft. Nur wenn die wirtschaftliche Standortattraktivität gewährleistet ist, und dazu gehört auch die Sicherheit, darf mit Fortschritt der ansässigen und der Ansiedelung von neuen Unternehmen gerechnet werden.
Die Abstimmungsresultate vom 25. September sind ein gutes Omen für in naher Zukunft anstehende Abstimmungen, die für unsere Wirtschaft von zentraler Bedeutung sind. Man denke nur an die Revision der USR III, die im Februar 2017 zur Abstimmung kommen sollte.
Reto Julmy, Direktor UPCF

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  • 26 Okt 2016

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Der Freiburger Arbeitgeberverband (UPCF) verwaltet zurzeit 60 Berufsverbände, 16 Sekretariate für überbetriebliche Kurse, verschiedene Lehraufsichtskommissionen und ist in 7 paritätischen Kommissionen vertreten. Ausserdem sind die Verbandssekretäre in der Lage, Fragen in Bezug auf das Arbeitsrecht, die Wirtschaft und soziale Aspekte zu beantworten.

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