Eine wichtige Unterstützung für die kantonale Wirtschaft

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Eine wichtige Unterstützung für die kantonale Wirtschaft

Heute Morgen hat der Freiburger Staatsrat neue Unterstützungsmassnahmen zugunsten der kantonalen Wirtschaft angekündigt. Knapp 18 Millionen werden zur Entlastung der Fixkosten und zur Unterstützung von Jungunternehmen bereitgestellt. Ein Beschluss der vom Freiburger Arbeitgeberverband (FAV) begrüsst wird.

Mit der Bereitstellung von zwei weiteren Unterstützungsgeldern scheint die Freiburger Regierung auf die Appelle der kantonalen Wirtschaftsorganisationen einzugehen, die sich für eine Unterstützung der lokalen Unternehmen einsetzten. Ein Gesamtbetrag von 12 Millionen soll die Unternehmen von ihren Fixkosten im Bereich Geschäftsmieten entlasten. Nach dem vom Staat Freiburg vorgeschlagenen System sollen die Mieter nur eine von drei Monatsmieten zahlen und von zwei Monatsmieten sollen sie befreit werden, was eine nicht zu vernachlässigende finanzielle Entlastung bedeutet. Dank dieser relevanten Unterstützung können Konkurse kleiner Unternehmen verhindert und Arbeitsplätze bewahrt werden.

Obwohl der FAV diese Massnahme, die an die gesellschaftliche Verantwortung appelliert, begrüsst, kritisiert er die Plafonierung der Hilfe in Bezug auf den Umsatz der betroffenen Unternehmen. Durch die Einschränkung des Unterstützungsanspruchs auf Wirtschaftseinheiten, deren Umsatz weniger als 500'000 beträgt, bzw. auf öffentliche Gaststätten mit einem Umsatz von weniger als 1 Million werden kleine, mittlere und grössere Unternehmen des Kantons ungleich behandelt.

Zudem weitet die Freiburger Regierung ihre Unterstützung auf Jungunternehmen aus, indem der Kanton für sie Kredite bis zu 250'000 Franken verbürgt. Diese Massnahme ist wichtig und erforderlich, um den Fortbestand jener Unternehmen zu gewährleisten, die nicht oder nicht ausreichend an die vom Bund verbürgten Überbrückungskredite gelangen. Diese Hilfe soll die Jungunternehmen mit liquiden Mitteln versorgen und damit ihren Fortbestand gewährleisten.

Der neue Massnahmenkatalog ergänzt die 13 Millionen für die gezielte Unterstützung des Tourismus und der Kultur sowie steuerliche Erleichterungen. Der FAV erinnert jedoch in einem am 21. April an den Staatsrat gerichteten Schreiben, dass es dringend ist, einige Ungleichheiten zu korrigieren. Einerseits können Unternehmensleiter nur auf eine maximale Unterstützung von 3'320 Franken zählen, wohingegen die Obergrenze für Selbständigerwerbende bei 5'880 Franken liegt. Andererseits erhalten Selbständigerwerbende, die indirekt durch die Krise betroffen sind und deren Erwerbseinkommen 90'000 Franken pro Jahr übersteigt, keine Unterstützung. Zudem fordert der FAV in seinem Schreiben besondere Anstrengungen zugunsten der Unternehmen des Ausbaugewerbes. Die Unternehmen dieses Bereichs erleiden gegenwärtig beträchtliche finanzielle Verluste obwohl sie mehrheitlich ihre Tätigkeit nicht eingestellt haben.

Schliesslich freut sich der FAV über die angekündigte erneute Öffnung von Betrieben und Läden im Rahmen der bundesrätlichen Lockerungsmassnahmen. Angesichts der kritischen Lage, in der sich die meisten dieser Unternehmen befinden, bedeutet dies einen ersten Lichtblick für die betroffenen Branchen. Man erwartet jedoch eine klare Definition der einzelnen Schritte der Lockerungsmassnahmen und nähere Angaben, welche Geschäfte davon betroffen sind, um jegliche Ungleichbehandlung von Warenhäusern und kleineren Läden zu vermeiden.

Es sind jedoch noch zahlreiche weitere Anstrengungen – insbesondere finanzieller Natur – erforderlich, um die negativen Konsequenzen der Covid-19-Krise abzuwenden. Deshalb hofft der FAV, dass das kantonale Hilfspaket von 50 Millionen aufgestockt wird, um weitere Wirtschaftszweige des Kantons zu unterstützen.

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>> Die Medienmitteilung (PDF) - 22. April 2020

 

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  • 22 April 2020

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