Der Kanton ergänzt seine Unterstützung

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Der Kanton ergänzt seine Unterstützung

9,5 zusätzliche Millionen zugunsten der Wirtschaft

Als Ergänzung zu den Bundeshilfen hat der Staatsrat des Kantons Freiburg seit dem 6. April dieses Jahres ein erstes Paket von Sofortmassnahmen mit einem Budget von 50 Millionen Franken geschnürt. Diese Unterstützung war auf die Kulturakteure, den Tourismus, die Medien, Unternehmen, Selbständigerwerbende und Startups ausgerichtet. Am 8. Mai dieses Jahres kündigte die Regierung auch die Ausarbeitung eines Plans zur Stützung der Wirtschaft mit weiteren 50 Millionen Franken an, um die langfristige Erholung der Wirtschaft zu sichern. Einen Monat später hat der Staatsrat immer noch keine konkrete Absicht bezüglich der Umsetzung dieses Plans formuliert, was den Freiburger Arbeitgeberverband (FAV) erstaunt. Ein solches Vorhaben wird die Beteiligung von Vertretern der Wirtschaft erfordern, an die sich bisher jedoch noch niemand gewandt hat. Wir fordern die Regierung daher erneut auf, sobald wie möglich konkrete Schritte einzuleiten.

Der Staatsrat schlägt heute ein zweites Paket von Sofortmassnahmen vor. Dieses neue Masssnahmenpaket umfasst Beiträge für die Berufsausbildung, die lokale Wirtschaft und die Bedürftigsten. Die für diese neuen Massnahmen vorgesehenen zusätzlichen Mittel belaufen sich auf 9,5 Millionen Franken.

Unterstützung der Berufsausbildung

Diese Massnahme hat zwei unterschiedliche Schwerpunkte:

  • Der erste Schwerpunkt betrifft die «Nahtstelle I» und bezieht sich auf den Übergang von der obligatorischen Schule zur Berufsausbildung und die Begleitung von Jugendlichen in der Lehre. Dabei geht es zum Beispiel um Massnahmen zur Unterstützung der Berufsvorbereitung, der Motivationssemester und der Aktion «Last Minute», die Jugendliche auf Lehrstellensuche und Ausbildungsbetriebe zusammenbringt.
  • Der zweite Schwerpunkt betrifft die «Nahtstelle II» und bezieht sich auf den Übergang von der (berufsbildenden oder allgemeinbildenden) Sekundarstufe II in den Arbeitsmarkt. Dabei werden Massnahmen ergriffen, um die Chancen der betroffenen Bevölkerung auf den Eintritt in den Arbeitsmarkt oder in einen höheren Bildungsweg zu verbessern oder sie auf die Möglichkeit des Erwerbs neuer Fähigkeiten hinzuweisen.

 

Die Ausbildungsbetriebe gehen nicht vergessen. Der Staatsrat hat beschlossen, seinen Beitrag zu den Kosten für überbetriebliche Kurse um einen Viertel zu erhöhen. In Verbindung mit der finanziellen Unterstützung im Zusammenhang mit der Steuerreform, sinkt die Beteiligung der Ausbildungsbetriebe an der Finanzierung von überbetrieblichen Kursen von 75 % auf rund 45 %.

Für die Massnahme ist ein Budget von 1,9 Millionen Franken vorgesehen.

Steuerliche Massnahmen

Zur Unterstützung von Unternehmen, die von der Coronavirus-Krise betroffen sind, wird die Erhebung von Verzugszinsen auf Akontozahlungen für 2020 bis zum allgemeinen Fälligkeitsdatum ausgesetzt.

Für die Massnahme ist ein Budget von 2,5 Millionen Franken vorgesehen.

Unterstützung der lokalen Wirtschaft

Die Coronavirus-Krise hatte schwerwiegende Auswirkungen auf lokale Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe. Das Ziel dieser Massnahme ist es, den Konsum in diesem Sektor zu unterstützen, indem das lokale Gewerb und die kurzen Wege gefördert werden.

Mit dieser Massnahme soll ein finanzieller Beitrag in Form einer staatlichen Beteiligung an Gutscheinen (Rabattprozentsatz oder Sonderangebote) gewährt werden. In den Genuss von dieser Förderung können Freiburger Unternehmen, die aufgrund einer Entscheidung der Behörden zur Schliessung gezwungen wurden, und alle Mietgliedgeschäfte von «Terroir Fribourg» kommen. Damit soll ein starkes Zeichen für die Unterstützung des Konsums lokaler Produkte gesetzt werden. Diese Unterstützung wird ab Juli auf der Plattform "Gewerbehilfe Freiburg", die von der Jungen Wirtschaftskammer Freiburg geschaffen und vom Freiburger Arbeitgeberverband unterstützt wurde, zur Verfügung stehen.

Für die Massnahme ist ein Budget von 4,1 Millionen Franken vorgesehen.

 

>> Zur Medienmitteilung des Staats Freiburg

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  • 5 Juni 2020
Verbände

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Der Freiburger Arbeitgeberverband (UPCF) verwaltet zurzeit 60 Berufsverbände, 16 Sekretariate für überbetriebliche Kurse, verschiedene Lehraufsichtskommissionen und ist in 7 paritätischen Kommissionen vertreten. Ausserdem sind die Verbandssekretäre in der Lage, Fragen in Bezug auf das Arbeitsrecht, die Wirtschaft und soziale Aspekte zu beantworten.

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Der Kanton Freiburg hat die Besonderheit über zwei über- und zwischenbetriebliche AHV-Kassen und berufliche Vorsorgekassen

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Die Arbeitgeberkammer ist das politische Organ des Freiburger Arbeitgeberverbandes. Als Sprecher der Mitglieds-KMU fällt sie die Entscheide für die Abstimmungsparolen und weitere politische Entscheide. Die Interessenverteidigung der KMU ist eines der Hauptanliegen der Arbeitgeberkammer und sie unterstützt die zur Wahl stehenden Kandidaten, welche sich für deren Anliegen und Bedürfnisse einsetzen. 

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