COVID-19: Die Unterstützungsmassnahmen

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COVID-19: Die Unterstützungsmassnahmen

Kurzarbeit. Erwerbsausfallentschädigung. Härtefälle. In diesem Artikel finden Sie alle Informationen zu den verschiedenen Massnahmen und wie sie diese beantragen können sowie die neuesten Mitteilungen betreffend die Härtefälle. Der Staatsrat hat seine Verordnung an jene des Bundes angepasst, wodurch sich der Kreis der Begünstigten erweitert und der Gesamtbetrag für den Kanton auf rund 36 Millionen Franken steigen dürfte.

In diesem Artikel des Amtes für den Arbeitsmarkt erhalten Sie eine Übersicht über die Situation und über die notwendigen Schritte für die Beantragung von Kurzarbeitsentschädigung.

Neue Unterstützungsmassnahmen des Kantons

36 Millionen für die Härtefallmassnahmen

 Um schneller handeln zu können, hat der Staatsrat am 16. November seine mit 15 Millionen Franken dotierte Verordnung zur Unterstützung von Härtefällen verabschiedet, ohne die Verordnung des Bundes abzuwarten. Er stützte sich dabei auf den ersten Entwurf einer Bundesverordnung, die er allerdings als zu streng hielt. Im Rahmen des zweiwöchigen Vernehmlassungsverfahrens hat sich der Staat Freiburg zusammen mit weiteren Kantonen gegenüber dem Bund stark dafür eingesetzt, dass die Kriterien der Bundesverordnung für Härtefälle gelockert werden. Die Stellungnahmen zum Entwurf haben die Endfassung der Verordnung, die am 1. Dezember 2020 in Kraft getreten ist, massgebend beeinflusst.

So werden die für Kurzarbeit und Erwerbsausfall bezogenen Entschädigungsleistungen nicht mehr an den Umsatz angerechnet, was es einem grösseren Kreis von Unternehmen ermöglicht, als Härtefall anerkannt zu werden. Auch die Ausschöpfung des COVID-19-Kredits, bevor Härtefallbeiträge gewährt werden, wurde aus dem Anforderungskatalog der Bundesverordnung gestrichen. Zum Schluss hat das Bundesparlament auch den erforderlichen Mindestumsatz von CHF 100 000.- auf CHF 50 000.- herabgesetzt, um den Kreis der Unternehmen, die von der Massnahme profitieren können, zu vergrössern.

Sofort nach Veröffentlichung der Bundesverordnung hat der Staatsrat am 2. Dezember eine Änderung der kantonalen Verordnung verabschiedet, mit der die Kriterien im Sinne der Bundesverordnung gelockert wurden. Die neue Verordnung des Kantons ermöglicht somit einen breiteren Zugang zu den Härtefallmassnahmen. Ebenfalls erwähnenswert ist, dass infolge des Entscheids auf Bundesebene, den für die Massnahme bereitgestellten Gesamtbetrag auf eine Milliarde Franken zu erhöhen, dem Kanton etwa 36 Millionen Franken für diese Massnahme zur Verfügung stehen werden.

Der Kanton Freiburg ist im Übrigen der erste Schweizer Kanton, der einen elektronischen Schalter eingerichtet hat, über den die Unternehmen ein Gesuch um einen Härtefallbeitrag stellen können:

>> Zur Internet Seite der Wirtschaftsförderung

Wer das Formular ausfüllt und alle verlangten Unterlagen beilegt, kann innerhalb von zwei Wochen nach Einreichung des Gesuchs mit einer Antwort rechnen. Die vollständig elektronische Bearbeitung wurde dank der Mitwirkung von zwei Freiburger KMU und der engen Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Dienststellen des Staats ermöglicht. Um eine angemessene Nutzung der bereitgestellten finanziellen Mittel zu gewährleisten, werden Kontrollen durchgeführt.

Zwei Videokonferenzen

Aus Effizienzgründen und zur bestmöglichen Information über die Härtefallmassnahme organisiert die Volkswirtschaftsdirektion zwei Videokonferenzen mit demselben Inhalt (maximale Dauer: eine Stunde):

  • Am Donnerstag, 10. Dezember, um 17 Uhr
  • Am Freitag, 11. Dezember, um 14h Uhr

Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an bis am 9. Dezember unter Angabe des gewünschten Datums.

Ein Link zur Videokonferenz vom Donnerstag oder Freitag wird spätestens am Donnerstag, 10. Dezember 2020, 12 Uhr verschickt.

 

>> Zur Pressemitteilung des Staatsrats vom 7. Dezember 2020

 

Kurzarbeitsentschädigung: 10 % zusätzlich

Der Staatsrat hat eine Massnahme beschlossen, um die Situation der Angestellten zu verbessern, die aufgrund der Anfang November angeordneten Betriebsschliessungen von Kurzarbeit betroffen sind. Angestellte in Kurzarbeit erhalten in der Regel eine Entschädigung, die 80 % ihres gewohnten Lohns entspricht. Die neue kantonale Unterstützungsmassnahme kompensiert die Hälfte der 20 Lohnprozente, die nicht von der Kurzarbeitsentschädigung abgedeckt werden. Es sind keine Schritte von Seiten des Arbeitgebers oder der Angestellten notwendig. Die Zahlung dieses Beitrags erfolgt direkt durch die Verwaltung gestützt auf den vom betroffenen Unternehmen ursprünglich eingereichten Antrag auf Kurzarbeitsentschädigung für November. Es sind keine Schritte der Arbeitgeber oder der Angestellten notwendig.

Geschäftsmieten: Übernahme der Miet-, Pacht- oder Hypothekarzinsen

Der Staatsrat hat beschlossen, die Wirtschaftseinheiten zu unterstützen, die ihren Betrieb aufgrund der Staatsratsbeschlüsse vom 23. Oktober bzw. 3. November schliessen mussten. Die Finanzhilfe besteht in der Übernahme des Miet- oder Pachtzinses bzw. des Hypothekarzinses für die Geschäftsräumlichkeiten der Empfängerin oder des Empfängers und zwar pro rata temporis bis zum 30. November 2020.

Die entsprechende kantonale Verordnung ist in Kraft und die Beitragsgesuche können ab sofort eingereicht werden. Die Vollzugsmodalitäten dieser Massnahme befinden sich auf der Website der Wirtschafsförderung unter der folgenden Adresse: https://www.promfr.ch/de/covid-19/bmsv/.

Die Miet-, Pacht- und Hypothekarzinsen werden als gemeinsamer Nenner für die Fixkosten genutzt, um den Beitrag des Staats zu bestimmen, der dem Betreiber direkt ausgezahlt wird. Um die Unternehmen zusätzlich zu entlasten, appelliert der Staat Freiburg an den Goodwill der Eigentümer, damit sie ihren Mietern nach dem Vorbild des Staats eine Mietreduktion oder einen Mieterlass gewähren. Dieser Appell richtet sich besonders auch an die öffentlichen Körperschaften, denn für Geschäftsflächen, die im Eigentum einer öffentlichen Körperschaft sind, werden keine Beiträge an den Miet- oder Pachtzins gewährt.

Die zweite Welle verlangt von allen Wirtschaftsakteuren, dass sie ihr Geschäftsverhältnis mit ihren Partnern gesamthaft prüfen und dies nicht nur im Hinblick auf die erste Welle, sondern auch unter Berücksichtigung der aktuellen und künftigen Situation.

Diese Massnahme ergänzt namentlich die 3 Millionen Franken, die der Grosse Rat im Rahmen des Wiederankurbelungsplans zugunsten der Restaurants, Bars und Diskotheken bereitgestellt hat. Diese Mittel, mit denen die Geschäftstätigkeit wieder in Schwung gebracht werden soll, kommen aber erst zum Zug, wenn die öffentlichen Gaststätten wieder offen sind. Die entsprechenden Beiträge werden ebenfalls gestützt auf die Fixkosten im Verhältnis zum Umsatzrückgang zum Zeitpunkt der Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit berechnet.

Vorgehen bei Kurzarbeit: alle Informationen auf arbeit.swiss

Befolgen Sie unbedingt die auf arbeit.swiss beschriebenen Schritte für das:

> vereinfachte Verfahren für die Voranmeldung von Kurzarbeit. Die Voranmeldung muss beim Amt für den Arbeitsmarkt eingereicht werden.

> summarische Verfahren für die Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung. Das Formular muss bei der Arbeitslosenkasse eingereicht werden.

Für beide Verfahren sind ausschliesslich die Excel-Formulare auf arbeit.swiss zu verwenden.

Vorgehen für die Voranmeldung von Kurzarbeit: Erinnerung

  1.  Füllen Sie das Formular «COVID-19 Voranmeldung von Kurzarbeit» aus. Um Verzögerungen bei der Bearbeitung des Gesuchs zu vermeiden, füllen Sie das Formular bitte vollständig und korrekt aus.
  2. Legen Sie dem Formular das Organigramm des Gesamtbetriebs bei und geben Sie bei Betriebsabteilungen die Personalbestände in den Organisations-Einheiten an.

Senden Sie die Voranmeldung an das AMA:

> Verwenden Sie dazu die Adresse

> Die Voranmeldung kann auch direkt online auf arbeit.swiss eingereicht werden.

> Der Versand per Post ist ebenfalls möglich. Verwenden Sie dazu folgende Adresse:

Amt für den Arbeitsmarkt - AMA
Rechtsdienst
Boulevard de Pérolles 25
1701 Freiburg

Denken Sie bei der Einreichung Ihres Verlängerungsgesuchs daran, dass die 10-tägige Voranmeldefrist wieder eingeführt worden ist. Sonderfälle bleiben vorbehalten.

Schritte bei der Arbeitslosenkasse: Erinnerung

Damit die Arbeitslosenkasse, die Sie für die Geltendmachung von Kurzarbeitsentschädigung ausgewählt haben, Ihr Dossier möglichst schnell bearbeiten kann, senden Sie ihr bitte die folgenden Dokumente zu:

> das ausgefüllte, datierte und unterzeichnete Formular «COVID-19 Antrag und Abrechnung von Kurzarbeitsentschädigung», das Sie auf arbeit.swiss herunterladen können.

> die monatliche Abrechnung der Ausfallstunden, das Buchungsjournal oder den Auszug aus der Arbeitszeiterfassung für die einzelnen Angestellten

> die Lohnabrechnungen des Monats oder den Buchhaltungsauszug mit der Bruttolohnsumme für den betroffenen Monat und die beiden vorherigen Monate

> ein Organigramm (wenn dieses nicht bereits mit der Voranmeldung eingereicht wurde);

> eine Vollmacht (wenn das Gesuch von einer Drittperson eingereicht wurde, z.B. von einem Treuhänder).

Achtung: Dieses vereinfachte Verfahren und das Spezialformular gelten nur für Gesuche um Kurzarbeitsentschädigung, die in Verbindung mit der COVID-19-Pandemie stehen. Aufgrund der aktuellen Situation sind gescannte Formulare mit einer handgeschriebenen oder digitalen Unterschrift ausnahmsweise zugelassen. Schicken Sie diese Dokumente als PDF-Datei direkt per E-Mail an die Adresse der Arbeitslosenkasse, die im Entscheid des AMA angegeben ist:

--> FER CIFA

Hinweise zur Kurzarbeit

Verlängerung der Höchstbezugsdauer auf 18 Monate Die Höchstbezugsdauer von Kurzarbeitsentschädigung wurde von 12 auf 18 Monate verlängert. Diese Änderung ist am 1. September 2020 in Kraft getreten und gilt bis am 31. Dezember 2021.

Entwicklung des Kreises der Anspruchsberechtigt

Der Bundesrat hat per 1. September 2020 wieder eine vom Arbeitgeber zu tragende Karenzfrist von einem Tag eingeführt. Diese war Ende März 2020 vorübergehend aufgehoben worden. Zur Erinnerung: Die zehntägige Voranmeldefrist ist bereits am 1. Juni 2020 wieder eingeführt worden. Sonderfälle bleiben vorbehalten.

Erwerbsausfallentschädigung

Die neue Regelung bezüglich der Erwerbsausfallentschädigung tritt rückwirkend auf den 17. September 2020 in Kraft und ist bis zum 30. Juni 2021 befristet. Die folgenden Personen haben Anspruch auf die COVID-19-Erwerbsausfallentschädigung:

> Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung bei Betriebsschliessung (GmbH- oder AG-Inhaber) haben neu auch Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz, wenn sie ihre Tätigkeit auf Anordnung der Behörden einstellen mussten. Bei einer Betriebsschliessung besteht der Anspruch für die Dauer der Schliessung.

> Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung bei Veranstaltungsverbot (GmbH- oder AG-Inhaber) haben neu auch Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz bei einem behördlichen Veranstaltungsverbot, wenn sie für diese Veranstaltung eine Leistung erbracht hätten.

> Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung mit massgeblicher Umsatzeinbusse haben neu auch Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz. Als massgeblich gilt ein Umsatzverlust von mindestens 55 % im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. Die Betroffenen müssen die Umsatzeinbusse deklarieren und begründen, wie sie auf Massnahmen zu Bekämpfung der Covid-19-Epidemie zurückzuführen ist. Die Angaben werden stichprobenartig überprüft.

Wie wird das Gesuch gestellt?

> Die betroffenen Personen reichen bei ihrer AHV-Ausgleichskasse ein Entschädigungsgesuch ein.

> Die entsprechenden Formulare sind auf den Websites der jeweiligen Ausgleichskassen verfügbar.

> Die Gesuche können ab sofort gestellt werden.

--> FER CIFA

Nützliche Links

  • Website des AMA

Kurzarbeit im Zusammenhang mit dem Coronavirus

  • Website arbeit.swiss

Kurzarbeitsentschädigung

  • Website des Staats Freiburg (kantonale Finanzhilfen und Plan zur Wiederankurbelung)

Coronavirus: Informationen zuhanden der Unternehmen und Angestellten

  • Website der Wirtschaftsförderung

Infos über Coronavirus

Informationen
  • article
  • 7 Dezember 2020
Arbeitgeberverband

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Der Kanton Freiburg hat die Besonderheit über zwei über- und zwischenbetriebliche AHV-Kassen und berufliche Vorsorgekassen

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Der Freiburger Arbeitgeberverband (UPCF) verwaltet zurzeit 60 Berufsverbände, 16 Sekretariate für überbetriebliche Kurse, verschiedene Lehraufsichtskommissionen und ist in 7 paritätischen Kommissionen vertreten. Ausserdem sind die Verbandssekretäre in der Lage, Fragen in Bezug auf das Arbeitsrecht, die Wirtschaft und soziale Aspekte zu beantworten.

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