Aufforderung zur Einstellung der Arbeiten auf den Baustellen im Freiburger Baugewerbe

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Aufforderung zur Einstellung der Arbeiten auf den Baustellen im Freiburger Baugewerbe

Aufgrund der grossen Gesundheitsrisiken auf den Baustellen und zur Gewährleistung der Sicherheit des betroffenen Personals fordern die Gewerkschaften Unia und Syna, der Freiburger Arbeitgeberverband (FAV) und der Freiburgische Baumeisterverband (FBV) den Freiburger Staatsrat auf, die sofortige Einstellung aller Arbeiten auf den Baustellen auf Kantonsgebiet, auf denen die Massnahmen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) nicht gewährleistet werden können, zu verordnen.

In einem Schreiben, das an diesem Mittwoch an den Freiburger Staatsrat gerichtet wurde, bringen die Sozialpartner des Kantons Freiburg – die Gewerkschaften Unia und Syna, der Freiburger Arbeitgeberverband (FAV) und der Freiburgische Baumeisterverband (FBV) ihre grosse Besorgnis in Bezug auf die Gesundheitssituation auf den Freiburger Baustellen zum Ausdruck.

Das Bundesamt für Gesundheit bestätigte am Dienstag: Die Arbeiten auf den Baustellen müssen nicht eingestellt werden, wobei die Hygiene- und Verhaltensregeln (Regel des Distanzhaltens) eingehalten werden müssen.

In diesem Umfeld können folgende Situationen auftreten:

  • Die zahlreichen branchenübergreifenden Arbeitsschritte der auf den Baustellen tätigen Personen begünstigen die Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19-Erkrankung).
  • Zahlreiche Unternehmer sorgen sich um die Gesundheit ihrer Angestellten und machen sich Sorgen um den Fortbestand ihres Unternehmens. Zudem zeigt ein zunehmender Teil des Betriebspersonals eine grosse Besorgnis, solange es schwierig ist, die sanitarischen Massnahmen auf den Baustellen zu befolgen.
  • Aufgrund der am 16. März 2020 vom Staatsrat und vom Bundesrat gefassten Beschlüsse verzichten zahlreiche Lieferanten auf Versorgungsfahrten zu den Baustellen.

Wir fordern deshalb den Freiburger Staatsrat auf, die sofortige Schliessung der Baustellen, auf denen die BAG-Massnahmen nicht gewährleistet werden können, zu erlassen – auszunehmen davon sind Pikettdienste und Notfalleinsätze – wie dies auch in anderen Wirtschaftssektoren angewendet wird. Zudem ist Folgendes zu gewährleisten:

  1. Die Unternehmen des Freiburger Baugewerbes, die von diesem Entscheid betroffen sind, haben Anspruch auf die Kurzarbeitsentschädigung gemäss der flexiblen Handhabung, die aufgrund der Pandemie in Kraft getreten ist.
  2. Die Unternehmen des Baugewerbes haben Anspruch auf weitere finanzielle und ausserordentliche Unterstützungen, die für den Fortbestand der Unternehmenstätigkeit erforderlich sind.
  3. Zusätzlich zu den Massnahmen, die der Staatsrat am 18. März 2020 mitgeteilt hat, profitieren die Unternehmen des Baugewerbes von der Aussetzung – ohne Strafen – der Zahlung der direkten Bundessteuer, MwSt., der Gemeindesteuern sowie weiterer Gebühren und Steuern des Kantons und der Gemeinden. Zudem erhalten sie zur Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge und der Beiträge an die Familienausgleichskassen Ratenzahlungspläne.

Hervorzuheben ist, dass der Kanton Waadt und der Kanton Genf schon Massnahmen zur Einstellung der Arbeiten auf den Baustellen getroffen haben.

Wir sind überzeugt, dass der Staatsrat gegenüber dem Freiburger Bausektor solidarisch handeln wird. Die aufgeführten Sozialpartner erklären sich zu Gesprächen bereit, um für alle Beteiligten zufriedenstellende und tragbare Lösungen zu finden.

Kontakte

Reto Julmy, Direktor des Freiburger Arbeitgeberverbands, 079 647 02 47

Jean-Daniel Wicht, Freiburgischer Baumeisterverband, 079 262 55 92

Armand Jaquier, Regionalsekretär Unia Freiburg, 079 446 06 03

Ernesto Suarez, Secrétaire régional Syna Fribourg, 078 804 53 59

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  • 19 März 2020
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